Mittelpunkt

Ich denke mir, ich begebe mich an einen einsamen Ort.
Ich verbringe einige Zeit damit, die Gegend zu erkunden.
Dann lasse ich mich nieder, um mein Leben zu betrachten.
Ich sehe, wie oft ich nach außen jage -
nach Menschen, Beschäftigungen, Orten, Dingen -, auf der Suche nach Kraft und Ruhe und Sinn, und dabei vergesse, dass die Quelle all dessen hier in meinem Herzen ist. Hier muss ich sie suchen.

Jeder Mensch trägt Gedanken in sich,
die ihm auf der Stelle Frieden bringen können. Ich suche die meinigen.
Ich suche auch die Gedanken,
die mir helfen, den Anforderungen des Lebens stark und mutig entgegenzutreten.
Was für Gedanken machen mich warm und gütig und vertreiben Hass und Ärger aus meinem Herzen?
Was für Gedanken machen mein Leben sinnvoll, bringen mir Zufriedenheit und Freude, treiben mich an zu dienen?
Ehe ich die Wüste verlasse, erinnere ich mich, dass es noch eine andere Quelle in mir gibt, die nicht auf Gedanken angewiesen ist, um mir alles zu geben, was ich brauche.

Ich mache einen indirekten Versuch, sie zu erreichen, indem ich mir eine lichtdurchflutete Höhle in meinem Herzen vorstelle.
Als ich eintrete, dringt das Licht in mich ein. Ich kann fühlen, wie seine Strahlen
erschaffen und beleben und wärmen und heilen.
So sitze ich in schweigender Anbetung mitten in der Höhle,
und das Licht sickert durch alle Poren in mich ein.

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