In Gottes Händen
IN GOTTES HÄNDEN

Aus der Sicht des Malers ein Bild für ein Kindermessbuch. Ein Bild also nur für Kinder? Jesus sagt zu allen Menschen: "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, kommt ihr nicht in das Reich Gottes." Jesus meint, wenn ihr zu Gott kein radikales Vertrauen habt, so wie Kinder Eltern vertrauen, seid ihr weit weg von Gott. Das Kind in diesem Bild lebt aus der Nähe Gottes. Es ist ganz Aug und Ohr für ihn. Offen, angstfrei schaut es auf den, den eigentlich keiner sehen kann. Es fühlt sich geborgen in den Händen des Unsichtbaren und ist sich sicher, niemals aus Gottes liebender Hand herausfallen zu können. Hat doch Jesus seinen Freunden und uns allen zugesagt: "Niemand wird sie meiner Hand entreißen." Freude strahlt aus dem Gesicht des Kindes über den Regenbogen. Nicht nur weil dieser farbenprächtig ist; sondern jemand erzählte dem Kind die Geschichte der Arche Noachs. Gott habe am Ende der Großen Flut einen Bogen in die Wolken gesetzt als Zeichen seines ewigen Bundes: den strahlenden Regenbogen. Und er versprach den Menschen: "Ich werde nie mehr vernichten." Diesen Bund hat Jesus erneuert und für alle Zeiten verkündet: "Ich bin nicht gekommen, um zu vernichten, sondern um zu retten." Das Kind im Regenbogen glaubt dies. Es hat keine Angst vor Gott. Es weiß: Gott ist unendlich gut. Von allen Seiten umgibt er uns. Unser Leben ist in seiner Hand. Seine Liebe durchdringt alles wie im Bild die Farben des Regenbogens.

Gott der Liebe,
du hast uns für immer versprochen: 
"Ich werde nie mehr vernichten."
Der Regenbogen soll ein "Zeichen sein 
für meinen ewigen Bund mit euch".
Und sollten wir noch so tief sinken -
auf dem Grund des tiefsten Abgrunds 
wartet auf uns deine rettende Hand. 
Danke, Gott, für deine wunderbare Treue.

Text: Theo Sohmidkonz SJ - Bild: Sieger Köder, In Gottes Händen - @ Rottenburger Kunstverlag VER SAGRUM 72108 Rottenburg am Neckar

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